Übersicht

Rahmenordnung Die Regeln der Kollision

Die Rahmenordnung beschreibt, was das Universum ist — seine Fraktionen, seine Kräfteverhältnisse, seine Gesetze. Sie ist das Fundament, auf dem die Erzählungen stehen. Änderungen an der Rahmenordnung verändern alle Erzählungen.

I — Der Riss

Ein Riss im Raum verbindet zwei Wirklichkeiten, die nach unterschiedlichen physikalischen und metaphysischen Gesetzen funktionieren. Der Riss ist kein Hyperraumphänomen und kein Warp-Portal — er ist etwas Drittes. Er verhält sich wie eine schlecht verheilte Narbe: instabil, selbstreferenziell, und er verändert, was in seine Nähe kommt.

Sensoren beider Seiten versagen in der Nähe des Risses. Messwerte widersprechen sich. Der Raum selbst scheint dichter zu werden. Dies ist kein narrativer Effekt — es ist eine Eigenschaft des Risses, die in jeder Erzählung konsistent behandelt werden muss.

II — Fraktionen

Das Galaktische Imperium

Das Imperium ist die dominante Militärmacht seiner Wirklichkeit. In der Kollision wird es zum Opfer. Seine Technologie — Blaster, Sternenzerstörer, TIE-Jäger — funktioniert, ist aber kategorial unterlegen. Die Kollision entblößt, was das Imperium immer war: eine Bürokratie des Gehorsams, die auf Gegner trifft, für die Gehorsam kein Konzept ist.

Imperiale Streitkräfte Stormtrooper Zivilisten

Adeptus Astartes — Grey Knights

Die Grey Knights sind keine Helden. Sie sind Werkzeuge. Ihre Aufgabe ist die Auslöschung des Warp-Einbruchs — nicht die Rettung von Zivilisten, nicht die Verhandlung mit lokalen Mächten. Sie operieren nach Regeln, die älter sind als jede Galaxis in dieser Geschichte. Ihr Verhältnis zu den Imperialen ist nicht Feindschaft — es ist Irrelevanz.

Adeptus Astartes Ordo Malleus

Der Warp

Der Warp ist keine Fraktion im militärischen Sinne. Er ist eine Umgebung, die denkt. Durch den Riss sickert er in eine Wirklichkeit, die keine Abwehr gegen ihn hat — keine Blanks, keine Gellar-Felder, kein kollektives Wissen über seine Natur. Die Imperialen begegnen dem Warp wie einer Naturkatastrophe. Der Warp begegnet ihnen wie einem Buffet.

Warp-Entitäten Dämonen Korruption

Das Mechanicum

Die Servitoren und Tech-Priester des Mechanicum operieren an der Grenze zwischen Mensch und Maschine. In der Kollision zeigt sich, dass diese Grenze durchlässiger ist, als das Mechanicum zugeben würde. Die Rückkopplung des Risses trifft die Servitoren zuerst — und sie antworten nicht mit Schmerz, sondern mit Funktionserweiterung.

Adeptus Mechanicus

III — Kräfteverhältnisse

Dies ist kein ausgeglichener Konflikt. Die Erzählungen handeln nicht davon, ob das Imperium gewinnen kann — es kann nicht. Sie handeln davon, was es bedeutet, auf der falschen Seite einer kategorialen Überlegenheit zu stehen. Der Blaster gegen den Bolter. Der Stormtrooper gegen den Astartes. Die Bürokratie gegen den Glauben.

Die Macht (Force) und der Warp sind nicht dasselbe — aber der Riss zwingt sie in Kontakt. Was passiert, wenn Force-Sensitive zum ersten Mal den Warp spüren, ist Gegenstand der Erzählungen, nicht der Rahmenordnung. Die Rahmenordnung stellt nur fest: Die Begegnung ist möglich, und sie ist nicht symmetrisch.

IV — Erzählregeln

Jede Erzählung muss aus der Perspektive derer geschrieben sein, die den Ereignissen unterworfen sind — nicht derer, die sie steuern. Kein Grey Knight als Protagonist. Kein Dämon als Erzähler. Die Mächtigen werden nur gesehen, nie verstanden.

Jede Szene muss mindestens zwei Sinne bedienen. Nicht nur sehen — riechen, schmecken, fühlen. Die Fremdheit der Kollision wird über den Körper erzählt, nicht über das Konzept.

Was in der Rahmenordnung steht, gilt. Kein Stormtrooper besiegt einen Grey Knight. Kein Blasterschuss durchschlägt Terminator-Rüstung. Die Erzählungen finden ihre Kraft nicht in der Überwindung der Asymmetrie, sondern in ihrer Darstellung.

Diese Rahmenordnung wird erweitert, wenn neue Erzählungen neue Fragen aufwerfen. Änderungen werden versioniert.

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