Keine Rettung Kapitel VI — Die Fremde Reinheit
Stormtrooper Grey Knights Kontamination
Der Rauch lichtet sich nicht. Er setzt sich.
Er legt sich auf deine Zunge, in die Falten deiner Kehle. Jeder Atemzug kratzt, als würdest du Glasstaub einatmen. Deine Rüstung ist warm. Nicht von außen — von innen. Schweiß, Blut, fremde Flüssigkeiten, die durch Dichtungen gesickert sind und jetzt langsam trocknen.
Du hörst ein Summen. Tief. Gleichmäßig. Kein Alarm. Kein Motor.
Eine Stimme.
„Bleib liegen."
Sie ist ruhig. Nicht laut. Nicht scharf. Sachlich. Wie ein Techniker, der erklärt, warum ein System abgeschaltet werden muss.
Du wagst es, den Kopf zu heben.
Er steht vor dir.
Ein Grey Knight.
Seine Rüstung ist silbern, doch dort, wo das Licht sie berührt, wirkt sie fast weiß — nicht sauber, sondern absolut. Blut perlt daran ab, sammelt sich nicht. Als würde es abgewiesen. Sein Helm ist dir zugewandt. Du kannst sein Gesicht nicht sehen, aber du hast das Gefühl, dass sein Blick direkt durch dich hindurchgeht. Nicht prüfend. Messend.
Hinter ihm liegen Körper.
Stormtrooper. Zivilisten. Dinge, die weder das eine noch das andere waren.
Ein Dämon kriecht noch. Oder das, was davon übrig ist. Es zieht sich über den Boden, hinterlässt eine schwarze, rauchende Spur. Wo es den Boden berührt, beginnt das Metall zu blühen — rostige, fleischige Auswüchse, die sich winden, bevor sie zu Staub zerfallen.
Der Grey Knight tritt darauf.
Kein Zögern. Kein Hass.
Der Schädel unter seinem Stiefel zerplatzt wie eine überreife Frucht. Schwarze Flüssigkeit spritzt hoch, trifft seine Schienbeine, verdampft zischend.
Dann ist er wieder bei dir.
„Du versuchst zu verstehen, was hier geschieht", sagt er.
„Das ist normal."
Er kniet sich hin. Seine Bewegung ist schwer, aber kontrolliert. Hydraulik seufzt leise. Du riechst Ozon. Weihrauch. Und etwas Kaltes darunter, das du nicht benennen kannst.
„Du glaubst, wir kämpfen für dich."
Eine kurze Pause.
„Das tun wir nicht."
Du willst etwas sagen. Fragen. Protestieren. Dein Mund bewegt sich, aber kein Laut kommt heraus. Deine Zunge fühlt sich zu groß an. Fremd.
Der Grey Knight neigt den Kopf leicht, fast… respektvoll.
„Hör zu", sagt er. „Das ist der einzige Dienst, den ich dir erweise."
Hinter ihm beginnt ein Körper zu zucken. Ein Stormtrooper, dem der Bauch fehlt. Seine Gedärme liegen auf dem Boden, bewegen sich noch, als würden sie nach etwas greifen. Aus seinem offenen Brustkorb dringen leise Laute. Kein Schrei. Flüstern. Worte, die sich immer wieder wiederholen, obwohl kein Mund sie formt.
Der Grey Knight dreht sich nicht um.
„Was du hier gesehen hast, ist keine Invasion", fährt er fort.
„Es ist eine Berührung."
Er hebt eine behandschuhte Hand und zeigt auf die Wände. Du siehst es jetzt auch. Feine Risse im Metall. Nicht strukturell — konzeptionell. Als hätte jemand versucht, einen Gedanken in Stahl zu schreiben.
„Diese Welt wurde bemerkt", sagt er.
„Und was bemerkt wird, wird benutzt."
Er sieht wieder zu dir.
„Du bist kontaminiert."
Das Wort trifft härter als jede Waffe.
„Nicht körperlich", ergänzt er ruhig. „Noch nicht. Aber dein Geist… er war offen. Du hast gesehen. Gerochen. Gehört. Und etwas hat zurückgeblickt."
Der Stormtrooper hinter ihm schreit jetzt. Seine Stimme kommt aus mehreren Kehlen gleichzeitig. Seine Wirbelsäule krümmt sich, Wirbel schieben sich übereinander, brechen durch die Haut, bilden eine gezackte Linie aus Knochen und Blut.
Der Grey Knight zieht sein Schwert.
Es aktiviert sich lautlos. Kein Licht, nur ein flackerndes Feld, das die Luft verzerrt. Du spürst die Hitze auf deiner Haut, obwohl es dich nicht berührt.
„Würdest du weiterleben", sagt er, „würdest du träumen."
„Und in diesen Träumen würdest du Wege öffnen."
„Nicht absichtlich."
„Aber zuverlässig."
Er tritt näher. Du kannst die Gravuren auf seiner Rüstung sehen. Namen. Schlachten. Gelöbnisse, die älter sind als alles, was du kennst.
„Ich töte dich nicht, weil du versagt hast", sagt er.
„Ich töte dich, weil du noch du selbst bist."
Er hält inne.
Für einen Herzschlag hast du das absurde Gefühl, dass er dir die Wahl lässt.
Dann senkt er die Klinge.
„Gelobt sei der Imperator", sagt er leise.
Der Schlag ist sauber. Kein Schmerz. Nur Wärme. Und dann nichts mehr.
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