Die Last der Reinheit Kapitel VII — Die Fremde Reinheit
Grey Knights Kontamination Adeptus Mechanicus
(Aufzeichnung eines Grey Knights, nicht für Sterbliche bestimmt)
Ich empfinde keinen Hass.
Das ist der erste Irrtum, den Sterbliche über uns haben.
Hass ist laut. Hastig. Unsauber. Was ich empfinde, ist Notwendigkeit.
Der Korridor ist gesichert. Das bedeutet nicht, dass er leer ist.
Ich schreite durch Asche, die noch warm ist. Sie klebt an meinen Stiefeln, haftet kurz, fällt wieder ab. Die Luft ist schwer von Ozon, Blut und Warp-Rückständen. Ich registriere sie automatisch. Jeder Atemzug wird gefiltert, gesegnet, geprüft.
Links: ein Zivilist. Oder das, was von ihm übrig ist.
Sein Körper hat sich selbst geöffnet. Brustkorb nach außen geklappt, Organe wie Opfergaben freigelegt. Das Herz schlägt noch, obwohl es nicht mehr angeschlossen ist. Es schlägt für etwas anderes.
Ich setze den Bolter an. Ein Schuss. Das Herz platzt. Der Körper fällt in sich zusammen.
Kein Gebet. Nicht nötig.
Weiter vorne: Servitoren.
Sie arbeiten noch.
Das ist problematisch.
Einer hat sich zusätzliche Gliedmaßen angebaut. Nicht effizient, aber zweckmäßig. Er hat begonnen, sich selbst zu interpretieren. Das darf nicht sein. Interpretation ist der erste Schritt zur Abweichung.
Ich trenne ihm die Wirbelsäule.
Der Körper fällt, die Arme arbeiten noch einige Sekunden weiter. Dann Stille.
Wir sind zu spät gewesen.
Nicht strategisch. Konzeptionell.
Diese Welt wurde berührt, bevor wir ankamen. Nicht durch einen Riss — durch Aufmerksamkeit. Etwas hat hingesehen. Und wo hingesehen wird, da wird gesät.
Ich melde den Status.
„Zivilkontamination total. Keine Rettung möglich."
Keine Emotion in der Stimme. Nicht aus Härte. Aus Präzision.
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