Erzählungen

Urteil vertagt Kapitel XIV — Die Fremde Reinheit

Sith-Inquisitor Grey Knights Die Macht

Der Boden ist aufgerissen.

Asche liegt wie Schnee auf allem.
Der Geruch von verbranntem Fleisch hängt schwer in der Luft, gemischt mit etwas anderem… etwas, das nicht hierher gehört.

Der Sith-Inquisitor steht allein.

Seine Klinge brennt. Sein Atem ist ruhig. Noch.

Vor ihm:
der Grey Knight.

Unbeweglich. Unerschütterlich.

„Du versteckst dich hinter Ritualen", zischt der Inquisitor. „Hinter Glauben."

Der Grey Knight antwortet nicht sofort.

Dann:

„Und du hinter Macht."

Stille.

Dann greift der Sith an.

Die Macht explodiert aus ihm heraus — kein gezielter Schlag, sondern ein Sturm. Der Boden reißt auf, Metall verbiegt sich, Leichen werden durch die Luft geschleudert. Knochen brechen, Fleisch zerreißt, selbst die Luft scheint zu schreien.

Der Grey Knight bewegt sich.

Ein Schritt.

Nicht gegen die Macht.
Durch sie hindurch.

Der erste Schlag trifft.

Licht gegen Energie.
Funken. Druck. Ein Geräusch wie reißender Stahl.

Der Sith ist schnell. Schneller als jeder Jedi, den er je getötet hat. Seine Klinge tanzt, ein roter Strom aus präziser Gewalt. Jeder Hieb tödlich gedacht.

Der Grey Knight…
wehrt nicht ab.

Er setzt entgegen.

Jeder Schlag ist schwer. Endgültig. Kein Tanz. Kein Spiel.
Ein Urteil, das ausgesprochen wird.

Der Sith spürt es.

Zum ersten Mal.

Druck.

Nicht körperlich.
Existentiell.

Er stößt den Grey Knight zurück — oder glaubt es. Die Macht trifft, reißt den Raum auf, schleudert Trümmer dazwischen.

Er nutzt den Moment.

Springt zurück. Atmet.

Sein Blick fällt auf den Boden.

Auf einen Stormtrooper, halb lebendig.
Auf einen Krieger des Todeskorps, der sich noch vorwärts zieht, obwohl er längst tot sein sollte.

Und auf den Grey Knight.

Unverändert.

„Was… bist du?" flüstert der Sith.

Der Grey Knight tritt vor.

Langsam.

„Das Ende von Dingen wie dir."

Der Sith greift wieder zu.

Doch diesmal…
antwortet etwas anderes.

Nicht seine Macht.

Widerstand.

Der Raum selbst fühlt sich falsch an. Zäh. Schwer. Als würde er gegen etwas drücken, das größer ist als er.

Der Grey Knight hebt die Hand.

Keine Geste.
Ein Befehl.

Der Sith spürt, wie etwas an ihm zieht. Nicht an seinem Körper. An seinem Geist. An dem, was ihn mit der Macht verbindet.

Er schreit.

Nicht vor Schmerz. Vor Verlust.

Seine Klinge flackert.

Für einen Augenblick…
nur einen…
fühlt er sich schwach.

Sterblich.

Und genau in diesem Moment versteht er:

Er hat nie gegen Gegner gekämpft. Nur gegen Opfer.

Das hier ist anders.

Das hier ist ein Krieg, den er nicht kennt.

Der Grey Knight steht vor ihm.

Klinge erhoben.

Ein Schritt noch.

Der Sith reagiert instinktiv.

Nicht Angriff.

Flucht.

Die Macht reißt auf. Ein verzerrter Sprung. Kein sauberer Übergang — ein Riss, erzwungen, gefährlich.

Für einen Moment ist der Grey Knight vor ihm.

Zu nah. Zu real.

Dann ist er weg.

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